Wer wir sind

Wir sind ein Zusammenhang von Menschen, die ein Interesse daran haben linke Personen und Gruppen bei der Bearbeitung ihrer Konflikte zu unterstützen. Unsere Motivation ergibt sich aus jahrelangen Erfahrungen in linken Kollektiven, Hausprojekten und anderen politischen Gruppen, in denen wir auch selbst mit verschiedenen Konflikten konfrontiert (gewesen) sind. Vor diesem Hintergrund entstand bei uns die Motivation, uns gezielter mit Konfliktdynamiken auseinanderzusetzen.

Außer diesen Erfahrungen bringen wir Aus- und Weiterbildungen und/oder erweiterte Kenntnisse im Bereich der Konflikt- und Kommunikationsbearbeitung, Mediation, Moderation, Systemische Beratung und Supervision, klientenzentrierte Beratung, Gewaltfreie Kommunikation, Diversity Training, Transaktionsanalyse und theaterpädagogische Konfliktbearbeitung (Theater der Unterdrückten) mit.

Unserer Meinung nach sind Konflikte unvermeidbar und bieten gleichzeitig die Chance, neue Handlungsmöglichkeiten zu erproben. Darüber hinaus stehen Konflikte aber in den meisten Fällen auch im Zusammenhang mit gesellschaftlichen Machtverhältnissen. So kann nicht einfach davon ausgegangen werden, dass sich Konfliktparteien auf der „gleichen Augenhöhe“ begegnen oder sich durch die Konfliktbearbeitung dort treffen. Vielmehr kann es sein, dass strukturelle Verhältnisse, wie z.B. Heteronormativität, Sexismus, Rassismus, Klassismus und körperliche Befähigung auch in einer Konfliktbearbeitung relevant sind. Vor diesem Hintergrund können die Konfliktparteien unterschiedliche Erfahrungen von Privilegierung und/oder Marginalisierung in die Konfliktbearbeitung mitbringen. Das kann unterschiedliche (Un-) Möglichkeiten des Handelns, Denkens und Fühlens schaffen. Dies betrifft uns als Personen gleichermaßen und kann Auswirkungen auf unsere Tätigkeit im Rahmen der Konfliktbearbeitung haben. Wir versuchen, mit diesen Gegebenheiten sensibel umzugehen. Uns verbindet auch das Bemühen, immer wieder aufs Neue einen solchen verantwortungsvollen Umgang zu suchen und bestenfalls auch zu er*finden.

Demnach verstehen wir unser Bemühen um eine allparteiliche Haltung nicht im Sinne einer symmetrischen Gleichbehandlung. Denn solch eine Gleichbehandlung kann schnell in eine Ungleichbehandlung kippen und die Unterschiede zwischen allen Beteiligten vernachlässigen.

Wir bringen also jeweils unterschiedliche Privilegien und Erfahrungen einer strukturellen Marginalisierung mit. Dabei finden wir es wichtig darauf hinzuweisen, dass nicht alle Marginalisierungserfahrungen in der AkKu-Gruppe vertreten sind. Daher auch die Bitte an euch, falls ihr diesbezüglich bestimmte Bedürfnisse an die Mediator_innen habt, teilt sie uns gerne mit. Auch wenn wir nicht allen Bedürfnissen direkt entsprechen können, können wir womöglich Kontakte zu anderen Mediator_innen vermitteln.